„Wohin des Weges“ – ein Theaterprojekt mit Geflüchteten vom Theater Lindehof

Am 8. April 2017 um 20 Uhr in der Rudolph-Steiner-Schule. Karten gibt es im Roten Buchhaus für 13 Euro. Für Geflüchtete ist der Eintritt frei.

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Ein Gastspiel des theater Linderhof in Kooperation mit der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde
Trochtelfingen

Wo man geboren wird, kann man sich nicht aussuchen. Reiner Zufall. Und dieser spielt oft eine brutale Rolle. Menschen werden vertrieben, sie fliehen und müssen alles zurück lassen: Familie, Freunde, ihre Existenz, ihre Heimat – Wohin des Weges?
Viele machten sich auf, über Meer und Land, um bei uns Schutz und Zukunft zu suchen. Und ihnen werden wohl noch einige folgen. Die Welten, die scheinbar geschieden waren, begegnen
sich jetzt. Seit tausenden von Jahren erzählt der Mythos von Vertreibung, Flucht und der Suche nach Aufnahme. Jetzt ist der Vorhang, der Mythos und Realität getrennt hatte, zerrissen.
Die Flüchtlinge sind mitten unter uns. Und mit ihnen, ihr bisheriges Leben und ihre großen Hoffnungen. Sie sehen uns in die Augen und wir müssen uns der Wirklichkeit stellen.
Wohin des Weges?
Mit Flüchtlingen, die auf der Schwäbischen Alb Asyl suchen, machen wir ein Theaterprojekt. Im Licht der Scheinwerfer sehen wir ihre Geschichten, erleben unsere Zweifel. Gemeinsam
agieren wir auf der Bühne, angesichts dieser epochalen Herausforderung, um einen spielerischen Einblick zu bekommen, offene Fragen in den Raum zu stellen und Möglichkeiten
durchzuspielen.
Es spielen: Haben Woldehaimanot, Revan Bilal, Martin Ahanonu, Hasan al Hussen, Rashad Yahia, Alaa Yahia, Fatima Yahia, Javan Haj Suleimann, Jian Haj Suleimann, Martin Rose, Annette
Rose, Noemi Rose, Roland Effenberger, Franz Xaver Ott
Regie: Oliver Moumouris
Bühne: Anna Jacobi
Dramaturgie: Franz Xaver Ott
Theaterpädagogik: Carola Schwelien
Regieassistenz: Aron Eichorn
Wissenschaftl. Begleitung: Prof. Dr. Carmen Zahn

Gambia Woche 3. – 10.12.2016

Keine Abschiebungen nach Gambia!

Die derzeit größte Gruppe der Flüchtlinge in Baden-Württemberg sind Menschen aus Gambia, einem kleinen Land an der Westküste Afrikas, umschlossen von Senegal. Lediglich sechs Prozent aller aus Gambia stammenden Asylbewerber werden derzeit als Flüchtlinge anerkannt. Wer hier keine Bleibeperspektive hat, sorgt sich vor der Abschiebung in ein diktatorisch regiertes Land. Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg ruft deshalb von Anfang Dezember an zu einer landesweiten Gambia-Woche auf. Mehrere Initiativen im Raum Nürtingen beteiligen sich daran mit verschiedenen Aktionen. (Hier gehts zum Flyer der Aktionen in Nürtingen, Wernau, Wendlingen, Linsenhofen usw. : gambiawoche-ohne-blau)

http://fluechtlingsrat-bw.de/fluechtlingsarbeit-ansicht/diktatur-in-gambia-schiebt-fluechtlinge-aus-diesem-land-nicht-ab-2752.html

Mehr Infos zu Gambia:
gambia-flyer_din_a4-endf-ppp

gambia-dossier

Noch ein wichtiger Hinweis: Wir sind alle verantwortlich für die Sicherheit der gambischen Geflüchteten. Wenn sie bei politischen Aktionen gefilmt, fotografiert oder interviewt werden und dies wird durch uns oder die Medien veröffentlicht, kann übers Internet alles in Gambia landen. Bittet vor allem die Presse, darauf Rücksicht zu nehmen und nichts ohne die ausdrückliche Erlaubnis der Abgebildeten zu veröffentlichen.
Eine Idee für manche Aktionen: Gambische Masken (siehe Anlage) auf festeres DIN A4-Paier gedruckt und ausgeschnitten, die die Gambier tragen können, wenn fotografiert wird. Dazu die Erklärung, dass sich die Leute selbst hier in Deutschland nicht offen politisch äußern können, weil sie Angst um Angehörige oder vor der Abschiebung haben.
gambia-dossier gambia-flyer_din_a4-endf-ppp gambia-maske-1 gambia-maske-2 gambia-maske-3

Plakate

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plakat-abschiebungsverbot-mit-fr-logo

 

Der Gmünder Weg

Vortrag von Daniela Dinser, Schwäb. Gmünd
07.11.2016 um 19.30 Uhr
Alte Seegrasspinnerei
Plochinger Straße 14
72622 Nürtingen

 


Als zunehmend Geflüchtete nach Deutschland kamen, hat Schwäbisch Gmünd von Anfang an eine Vorreiterrolle übernommen: Keine andere Stadt im Südwesten hat solch ein Medienecho für seine zum Teil außergewöhnlichen Bemühungen erhalten, Geflüchtete am Leben der Stadt teilhaben zu lassen: Dezentrale Unterbringung und die Teilhabe am Ehrenamt waren dabei wesentliche Bausteine. Daniela Dinser, die Flüchtlingsbeauftragte von Schwäbisch Gmünd, wird am Montag, 7. November, um 19.30 Uhr in der Nürtinger Alten Seegrasspinnerei in ihrem Vortrag „Der Gmünder Weg“ – Über die Teilhabe von Geflüchteten in einer Stadtgesellschaft“ Einblicke in ihre Arbeit geben. Der Vortrag in der Reihe „Forum zukunftsfähige Stadt – Nürtingen“ findet im Rahmen der Nürtinger Friedenswochen statt und wird vom Forum zukunftsfähiges Nürtingen und von NFANT (Netzwerk Flüchtlingsarbeit in Nürtingen) veranstaltet. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

http://es-nuertingen.helpto.de/de

HelpTo ist das Hilfe-Portal für Flüchtlinge und Bedürftige in deinem Ort. Auf HelpTo kannst du eigene Angebote einstellen, auf Gesuche reagieren, interessante Initiativen finden und dich helfend einbringen. HelpTo bringt Hilfesuchende, engagierte Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Organisationen, Unternehmen und Kommunen zusammen.

Betreuung von Familien

Koordinierungstreffen für Ehrenamtliche in Familien

Inzwischen wohnen einige geflüchtete Familien in Nürtingen und Umgebung, sei es in Erst- oder Anschlussunterbringungen oder in privaten Unterkünften. Viele Nachbarn und Ehrenamtliche sind hier bereits aktiv, ohne voneinander zu wissen. Der Trägerverein Freies Kinderhaus bietet mit der Flüchtlingsinitiative K4 die Möglichkeit zum Austausch und Kooperation. Allgemeine Fragen zum Asyl, Wohnrecht, Deutschkursen haben hier genauso ihren Platz wie familienspezifische Fragen wie die Einbindung in Bildungseinrichtungen und Vereine, Hausaufgabenhilfe, gemeinsame Ausflüge. Der erste Termin dieser Art ist am 20.06.2016 um 20 Uhr in der KulturKantine der Alten Seegrasspinnerei, Plochinger Straße 14 in Nürtingen.

Weitere Veranstaltungen:  Ausstellung im Rathaus der Jugendwerkstatt – wirklich sehenswert.

25.06. 16 Uhr Internationales Fest, veranstaltet von den Frauen aller Welt für Menschen allen Alters. Für das Kinderprogramm suchen wir noch Junge Flüchtlinge, die einfache StraßenSpiele oder Ballspiele für Kinder anbieten.

27.06. K4 Sitzung für alle Ehrenamtlichen.

Zum Brand in Unterensingen

Der Arbeitskreis Asyl Unterensingen ruft gemeinsam mit den Kirchen und der Gemeinde Unterensingen auf zu einer

„Zusammenkunft der Betroffenen – Keine Gewalt gegen Menschen und Sachen!“

am kommenden Donnerstag, dem 25. Februar, 18.00 Uhr an der Flüchtlingsunterkunft in der Bachstraße

Es wäre schön, wenn ihr alle kommen könntet.

Viele Grüße

Birgit Seefeldt Thomas Bittner Mirela Gröschl

anerkannt – was nun?

INFO-Runde für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Flüchtlinge nach der Asyl-Anerkennung betreuen und bei der weiteren Integration unterstützen, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter.

Die Teamleiterin Markt und Integration Frau Sigrun Böhnisch hat sich bereit erklärt, uns zu informieren und sich unseren Fragen zu beantworten.

Folgender Ablauf ist geplant:

  • Info Jobcenter (Frau Böhnisch)
  • Erfahrungsbericht
  • Aussprache / Nachfragen

 

Es wäre gut, wenn Vertreter von allen AKs ASYL dabei sein könnten.

Damit wir besser planen können, bitte anmelden.

Helmut Hartmann AKIS SH.Hartmann@t-online.de

Sigrun Böhnisch Jobcenter Nürtingen

Ablauf nach Asylgewährung

Ein Blick über den Tellerrand, Kulturmenü in der Alten Seegrasspinnerei

IMG_3262Es ist 17.00. Seit Stunden herrscht in der Küche der Kulturkantine Hochbetrieb. Es wird gebacken, gebraten, gedünstet und gekocht. Berge von Petersilie müssen fein gehackt werden, Gerüche von Kardamon, Zimt, Nelken, – irgendwie wie Weihnachten und doch so ganz anders. Am Tisch sitzen 2 Schülerinnen der Albert-Schäffle-Schule auf dem Saer und pauken fürs Abi. Sie sind wie so viele zum Helfen gekommen und nutzen die Zeit vor dem Sturm um ein paar Vokabeln zu wiederholen.

Punkt 19.00 platzt die Kantine aus allen Nähten. Geflüchtete, Ehrenamtliche und BesucherInnen rücken Stühle, machen Platz für immer mehr Menschen. Das Essen duftet köstlich. Humus, Petersiliensalat, verschiedene Sorten Reis mit Hähnchen und Kalb, Kartoffelteilchen, arabische Pizza, alles hallal versteht sich.

Das Essen ist schnell unter den Menschen verteilt, die Stimmung ist ausgelassen. Arabische Musik dröhnt aus der Anlage, die Syrer beginnen bereits zu tanzen. Das geplante Programm wird schnell über den Haufen geworfen, die Bühne geöffnet für musikalische Beiträge. Gemeinsam wird gesungen und getanzt.

Die Veranstaltungsreihe „Über den Tellerrand“ ist ein Teil des Projekts „Gemeinsam in Vielfalt“ und dient dazu, einzelnen Flüchtlinge eine Plattform zu bieten, in dem sie ihr Können und  ihre Kultur vorstellen können und so dazu beitragen, dass sie an der Gesellschaft teilhaben und mitwirken. An jedem dritten Mittwoch im Monat soll es einen thematischen Länderkochabend in der Alten Seegrasspinnerei geben. Letztes Mal war Balkan, nächstes Mal wird es Gambia sein. Die Organisatoren – eine Kooperation des Trägervereins Freies Kinderhaus und dem Netzwerk der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit (NFANT) –  freuen sich auf Mithilfe und BesucherInnen!

Für die nächsten Abende suchen sie noch Menschen,  die sich vorstellen können ein Kulturdinner mit zu gestalten. Interessierte können sich an juwe@tvfk.de wenden.

Wertschätzungsabend

Freundliche Einladung des Oberbürgermeisters Otmar Heirich zum Wertschätzungsabend, wie auch schon in der Nürtinger Zeitung erschienen:

„Liebe Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit,

seit Monaten beschäftigt der Flüchtlingsstrom nach Deutschland viele Menschen. Manche diskutieren darüber, viele packen einfach mit an, um den Flüchtlingen den Start in ihrer neuen Heimat zu erleichtern. Auch Sie gehören zu denjenigen Menschen, die sich ehrenamtlich zum Wohle der Flüchtlinge engagieren und viel Zeit investieren. Dadurch wird einmal mehr das hohe ehrenamtliche Engagement in der Stadt Nürtingen deutlich. Ihren Einsatz schätze ich sehr und möchte mich dafür bedanken.

In einem wunderschönen Rahmen heiße ich Sie am Montag, 15.02.2016, 18.30 Uhr, herzlich willkommen. Ich lade Sie in die Ausstellung Dalí-Miró in der Kreuzkirche am Schillerplatz zu einer kleinen Wertschätzungsfeier ein. Selbstverständlich haben Sie dabei auch die Möglichkeit, in Ruhe die Ausstellung anzuschauen.“