Get the Rhythm … mit Cajon und Boomwhackers…….

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am Samstag, den 20. Februar 2016 trafen sich Bewohner der Brückenstraße und Ehrenamtliche im Musiksaal der Neckarhäuser Schule. Ilse Polatsidis hatte mit Uwe Pfauch aus Eggenstein einen tollen Kursleiter engagiert, der den Teilnehmern verschiedene Rhythmen, die man auf den Cajons spielen kann, zeigte. Aktuelle Musik wurde sodann von den Trommlern gleich begleitet. Auch die Boomwhackers kamen zum Einsatz, Kunststoffrohre, die spannende Klänge erzeugen.
Eine schöne Aktion, die Flüchtlingen und Ehrenamtlichen viel Spaß bereitete und die Männer so ein paar Stunden ihre Sorgen vergessen konnten.
Ein Grundstein ist gelegt- vielleicht wächst daraus ein Musikprojekt.

Ein Blick über den Tellerrand, Kulturmenü in der Alten Seegrasspinnerei

IMG_3262Es ist 17.00. Seit Stunden herrscht in der Küche der Kulturkantine Hochbetrieb. Es wird gebacken, gebraten, gedünstet und gekocht. Berge von Petersilie müssen fein gehackt werden, Gerüche von Kardamon, Zimt, Nelken, – irgendwie wie Weihnachten und doch so ganz anders. Am Tisch sitzen 2 Schülerinnen der Albert-Schäffle-Schule auf dem Saer und pauken fürs Abi. Sie sind wie so viele zum Helfen gekommen und nutzen die Zeit vor dem Sturm um ein paar Vokabeln zu wiederholen.

Punkt 19.00 platzt die Kantine aus allen Nähten. Geflüchtete, Ehrenamtliche und BesucherInnen rücken Stühle, machen Platz für immer mehr Menschen. Das Essen duftet köstlich. Humus, Petersiliensalat, verschiedene Sorten Reis mit Hähnchen und Kalb, Kartoffelteilchen, arabische Pizza, alles hallal versteht sich.

Das Essen ist schnell unter den Menschen verteilt, die Stimmung ist ausgelassen. Arabische Musik dröhnt aus der Anlage, die Syrer beginnen bereits zu tanzen. Das geplante Programm wird schnell über den Haufen geworfen, die Bühne geöffnet für musikalische Beiträge. Gemeinsam wird gesungen und getanzt.

Die Veranstaltungsreihe „Über den Tellerrand“ ist ein Teil des Projekts „Gemeinsam in Vielfalt“ und dient dazu, einzelnen Flüchtlinge eine Plattform zu bieten, in dem sie ihr Können und  ihre Kultur vorstellen können und so dazu beitragen, dass sie an der Gesellschaft teilhaben und mitwirken. An jedem dritten Mittwoch im Monat soll es einen thematischen Länderkochabend in der Alten Seegrasspinnerei geben. Letztes Mal war Balkan, nächstes Mal wird es Gambia sein. Die Organisatoren – eine Kooperation des Trägervereins Freies Kinderhaus und dem Netzwerk der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit (NFANT) –  freuen sich auf Mithilfe und BesucherInnen!

Für die nächsten Abende suchen sie noch Menschen,  die sich vorstellen können ein Kulturdinner mit zu gestalten. Interessierte können sich an juwe@tvfk.de wenden.

Wertschätzungsabend

Freundliche Einladung des Oberbürgermeisters Otmar Heirich zum Wertschätzungsabend, wie auch schon in der Nürtinger Zeitung erschienen:

„Liebe Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit,

seit Monaten beschäftigt der Flüchtlingsstrom nach Deutschland viele Menschen. Manche diskutieren darüber, viele packen einfach mit an, um den Flüchtlingen den Start in ihrer neuen Heimat zu erleichtern. Auch Sie gehören zu denjenigen Menschen, die sich ehrenamtlich zum Wohle der Flüchtlinge engagieren und viel Zeit investieren. Dadurch wird einmal mehr das hohe ehrenamtliche Engagement in der Stadt Nürtingen deutlich. Ihren Einsatz schätze ich sehr und möchte mich dafür bedanken.

In einem wunderschönen Rahmen heiße ich Sie am Montag, 15.02.2016, 18.30 Uhr, herzlich willkommen. Ich lade Sie in die Ausstellung Dalí-Miró in der Kreuzkirche am Schillerplatz zu einer kleinen Wertschätzungsfeier ein. Selbstverständlich haben Sie dabei auch die Möglichkeit, in Ruhe die Ausstellung anzuschauen.“

Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz

Mitgeteilt durch den http://www.asyl-bw.de/ 
Die Anwälte berichten:
uns erreichen immer wieder Anrufe von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer*innen und Asylsuchenden, die befürchten, kurz vor ihrer Abschiebung zu stehen wegen der neuen Gesetze.

Das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz, das am 24.10.2015 in Kraft getreten ist, beinhaltet zwar tatsächlich keinerlei Maßnahmen zur Beschleunigung der Asylverfahren, bewirkt aber mit seiner Verkündigung und Beschreibung in den Medien ganz offenbar viele Gerüchte und Panikmache.

Es ist nicht neu, daß die Politik immer wieder verkündet, man wolle schneller und rigoroser abschieben. Bei den Flüchtlingen aus den Westbalkanstaaten findet das ja auch schon länger statt, wenn diese nicht freiwillig ausreisen.

Wir stellen aber fest, daß sich nun sogar schon Anerkannte fürchten (wenn sie keinen Flüchtlingsstatus, sondern „nur“ ein Abschiebungsverbot erhalten haben) und auch Asylsuchende im noch laufenden Asylverfahren (die noch gar keine Anhörung und schon gar keinen Bescheid erhalten haben).

Bitte beruhigen Sie die Asylsuchenden:

1.
Asylsuchende im noch laufenden Verfahren können nicht einfach abgeschoben werden. Sie erhalten zunächst einen Bescheid des Bundesamtes – gegen den auch noch Rechtsmittel eingelegt werden können. Außerdem dauern die Asylverfahren für die meisten Herkunftsländer (außer Syrien, Irak, Eritrea, Westbalkan) gerade zwei bis drei Jahre.

2.
Asylbewerber können nur im Dublin-Verfahren mit einem schlichten LaissezPasser/Reisepapier abgeschoben werden (also nur in einen anderen Dublin-Staat). Auch sie müssen aber zunächst einen Dublin-Bescheid erhalten, gegen den sie Rechtsmittel einlegen können.
Geflüchteten, die in einem anderen Dublin-Staat ihre Fingerabdrücke abgegeben haben, empfehlen wir grundsätzlich eine  anwaltliche Beratung.

3. Wichtig:
Abgelehnte Asylsuchende mit Duldung können in der Regel nur mit einem Paß in ihr Herkunftsland abgeschoben werden.
Betroffen ist hier überwiegend die große Gruppe geduldeter Afghanen.  Wir rechnen damit, daß hier tatsächlich ein größerer Druck (zur Paßbeschaffung und Ausreise) aufgebaut wird – der Druck ist aber nicht neu.

Für afghanische Alleinerziehende/Familien mit minderjährigen Kindern besteht ein Abschiebungsstopp! Außerdem bekommen diese mittlerweile alle mindestens ein Abschiebungsverbot im Asylverfahren.

Allen Afghanen, die ihre Pässe bereits abgegeben haben, empfehlen wir eine anwaltliche Beratung.
Allen anderen raten wir zunächst davon ab, einen Paß zu beantragen oder abzugeben (und raten auch hier zu einer anwaltlichen Beratung).

Es gibt nach einer Ablehnung im Asylverfahren noch eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten, den Aufenthalt zu sichern, und dies kann in einer anwaltlichen Beratung geklärt werden

Spendenportal

Liebe Mitglieder der Arbeitskreise Asyl und Flüchtlingsinitiativen in
Baden-Württemberg,

da viele Helferkreise Sachspenden benötigen, möchte ich Sie heute auf eine neue eigens dafür eingerichtete deutschlandweite Online-Plattform für Sachspenden hinweisen. Die Benutzerführung ähnelt dem bei eBay und bringt in diesem Fall Sachspendensuchende und Spender zusammen. Die Nutzung ist natürlich komplett kostenfrei. Probieren Sie es einfach mal aus:
www.spendenmarktplatz.de

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Rieger
www.asyl-bw.de

Wohnungen und Paten gesucht

Wir suchen nach wie vor Wohnungen für unsere Männer, entweder als WG, für Familien oder auch Einzelzimmer.

Wir vom AK Asyl helfen den Flüchtlingen auch nach der Zeit im Heim. Dafür suchen wir  offene Menschen, die die Flüchltingen bei der Antragsflut und den Behördengängen unterstützen und Ihnen in der Anfangszeit helfen. Dolmetscher sind meist vorhanden. Englisch oder Französischkenntnisse sind von Vorteil.